Mädesüß-Tinktur bei Sodbrennen

Das Mädesüß (Filipendula ulmaria) ist eine im Europäischen Arzneibuch anerkannte Heilpflanze. Es wird als mildes Schmerz- und Beruhigungsmittel eingesetzt und ist besonders kraftvoll bei Erkältungskrankheiten, grippalen Infekten, Fieber und Gliederschmerzen. Außerdem wirkt es das Kraut bei Übersäuerung, Sodbrennen, Rheuma, Gastritis sowie bei Gelenks- und Muskelschmerzen, unterstützend.

 

Das Mädesüß bevorzugt feuchte Standtorte und wächst gerne an Bachufern und feuchte Wiesen. Das Mädesüß erkennt man zum einen an den flaumigen, weißen Blütenständen und zum anderen an seinem roten Stängel. Gesammelt werden die Blüten des Mädesüß, wenn nur noch wenige Blüten geschlossen sind, da es bereits kurz nach der Vollblüte wieder zum Welken beginnt.

 

In Kombination mit Natron ergibt es eine wunderbare Tinktur, die bei Übersäuerung und akutem Sodbrennen Linderung bringen kann. Natron ist ein basisches Mineral, das auch in der Medizinforschung bei Übersäuerungen, Zahnfleischentzündungen, Osteoporose u.v.m. verwendet wird. Natron wirkt unter anderem säureneutralisierend, basenbildend, abschwellend, pilzhemmend und wasserbindend.

 

Zutaten:

  • 1 Mädesüßblüte
  • 100 ml Quellwasser
  • 25 g Natron

Herstellung:

  1. Mädesüßblüte klein hacken
  2. Natron in ein Schraubglas geben und Mädesüßblüte zugeben
  3. Anschließend die Zutaten mit Wasser auffüllen
  4. Das Glas verschließen und gut durchschütteln
  5. Den Ansatz 1 Woche stehen lassen und immer wieder schütteln
  6. Das Extrakt durch ein Feinsieb filtrieren und in eine Tropfflasche füllen

Anwendung:

 

Innerlich: Bei akutem Sodbrennen 1 EL der Tinktur in einem Glas mit warmen Wasser auflösen und trinken.

Äußerlich: bei irritierter Haut und Hautentzündungen auf die betroffenen Stellen sprühen und trockenen lassen.

 

Haltbarkeit: ca. 3 Monate bei Zimmertemperatur

vgl. Quelle: Nedoma, Gabriela (2017): Vergessene Heiltinkturen. Alkoholfreie Pflanzenextrakte und ihre heilkundlichen Anwednungen. Wals bei Salzburg: Servus Verlag.