Kopfschmerzen natürlich lindern

Kopfschmerzen sind weltweit bekannt und plagen Menschen schon seit Jahrtausenden, wie Aufzeichnungen belegen. Früher wurden diese Schmerzen noch mit obskuren Methoden behandelt, wie durch das Bohren von Löchern in die Schädeldecke, um die bösen Geister frei zulassen. Solche Behandlungsmethoden sind heute zum Glück nicht mehr notwendig.

      

Eines der ältesten Kopfschmerzmittel, das Aspirin, stammt ursprünglich aus dem Mädesüß und der Weidenrinde. Die Anwendung dieser pflanzlichen Schmerzmittel reicht bis in die Antike zurück. Schon Hippokrates kannte die schmerzlindernde Wirkung von Weidenrinde, die auf die enthaltene Salicylsäure zurückzuführen ist. Dieser sekundäre Pflanzeninhaltsstoff entfaltet seine Wirkung allerdings erst nach 2-3 Stunden, weshalb sich Heilpflanzen mit diesem Inhaltsstoff eher bei chronischen und langanhaltenden Kopfschmerzen eignen.

Mädesüßblüten (Filipendula ulmaria)

© Tina Rosenkranz

 

Eine raschere Wirkung zeigt zum Beispiel Pfefferminze. Schon Plinius der Ältere empfahl bei Kopfschmerzen das Auflegen von Pfefferminzblättern auf die Schläfen. Du kannst verdünndest Pfefferminzöl auf die Schläfen auftragen. Dazu brauchst du 20 g Sonnenblumenöl und 2-3 Tropfen ätherisches Pfefferminzöl. Die Zutaten miteinander mischen und in einem Roll-On-Stift abfüllen. Bei Kopfschmerzen kannst du das Öl mit dem Roll-On auf die Schläfen auftragen und einwirken lassen.

      

Außerdem lindert alles was Entspannung bringt: entspannende und durchblutungsfördernde Öleinreibungen mit einem Ölauszug aus Fenchel, Lavendel, Rosmarin, Ingwer oder Zimt. Für solch einen Ölauszug gehst du folgendermaßen vor:

 

1 – 2 EL getrocknetes und pulverisiertes Kraut nach Wahl nehmen, mit hochprozentigem Alkohol (z.B. Wodka) besprühen bis das Pulver feucht ist und mit 50 g Sonnenblumenöl für 10 Tage dunkel ausziehen lassen. Danach über einem Filter abseihen und in desinfizierte Fläschchen abfüllen. Bei Kopfschmerzen kannst du dieses Öl zum Einreiben der Schläfen und der Stirn verwenden.

      

Menschen mit Kopfschmerzen leiden oft auch unter kalten Füßen. Warme Fußbäder mit Salz und Ingwer oder auch Wechselfußbäder verbessern die Kopfdurchblutung und helfen zu entspannen. Natürlich helfen auch Vollbäder!

 

Teemischung bei Kopfschmerzen

Mein absoluter Lieblingstee bei Kopfschmerzen

©Tina Rosenkranz

 

Meine absolute Lieblingsmischung bei langanhaltenden Kopfschmerzen besteht aus den Blüten vom Mädesüß (Filipendula ulmaria) und Mutterkraut (Tanacetum parthenium), sowie der Weidenrinde (Salix alba, S. purpurea, S. cortex). Mädesüß und Weidenrinde besitzen, wie anfangs schon erwähnt, den Wirkstoff Salicylsäure, welcher stark schmerzlindernd wirkt. Das Mutterkraut wird in der modernen Phytotherapie bei Migräne erfolgreich eingesetzt. Diese Pflanzen bringen zwar erst nach längerer Zeit Linderung, dennoch bin ich von der Wirkung überzeugt (auch wenn der Tee geschmacklich nicht der Burner ist).

 

Zutaten:

  • 40 g Mädesüßblüten
  • 30 g Mutterkrautblüten
  • 20 g Weidenrinde

1 TL der Teemischung mit 1 Tasse heißem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Abseihen und noch warm trinken. Mehrmals täglich je nach Bedarf trinken.