Huflattich - Der Hustenstiller

Der Huflattich (Tussilago farfara) ist eines der besten Hustenmittel überhaupt. Die strahlend gelben Korbblüten des Huflattichs, die noch vor den Blättern erscheinen, zählen zu den ersten Frühlingsboten. Seine hustenlindernde Wirkung lässt sich von seiner lateinischen Bezeichnung Tussilago ableiten, dass so viel wie "Hustenvertreiber" bedeutet. Bereits im 1. Jahrhundert n. Chr. empfahl Dioskurides die zerriebenen Blätter mit Honig bei Entzündungen der Brust. Auch Plinus machte auf die lungenstärkende Wirkung aufmerksam.

 

Huflattich besitzt einen hohen Anteil an Schleimstoffen, die sich wie eine Art Schutzschicht über entzündete Schleimhäute im Körper legen. Sie wirken reizmildernd auf Bronchialwege sowie auf den Magen- und Darmbereich. Neben den Schleimstoffen enthält er auch Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide, Kieselsäure und Spuren von Pyrrolizidinalkaloiden (PA). Aufgrund dieser Inhaltsstoffe wirkt er entzündungshemmend, auswurffördernd, keimhemmend und lungengewebsstärkend. Die lungenstärkende Wirkung lässt sich vor allem auf die enthaltene Kieselsäure zurückführen. Kieselsäurehaltige Pflanzen gelten seit jeher als probates Mittel um die menschliche Lunge zu stärken.

 

Äußerlich angewendet hilft Huflattich bei Hautentzündungen und diversen Verletzungen der Haut. Auf frischen Wunden heilen und kühlen die Blätter selbst stark entzündete Stellen. Das gilt auch für Krampfadern und Unterschenkelgeschwüren. Dazu werden frische Blätter wie ein Wickel um die betroffenen Stellen gelegt.

 

Aufgrund der enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide - auch PA's genannt - ist der Huflattich, wie auch andere stark heilkräftige Wildpflanzen, in Verruf geraten. Die Konzentration dieser Alkaloide ist aber bei normalem Genuss so gering, dass sie vernachlässigt werden können. Empfohlen wird dennoch, dass Huflattich nicht länger als zwei Wochen regelmäßig eingenommen werden sollte. Auch Schangere und kindern sollten auf den Genuss von Huflattich verzichten. Alternativ könnte Spitzwegerich verwendet werden.

 

Hustentee mit Huflattichblüten

Huflattich ist eine hervorragende Heilpflanze bei trockenem Reizhusten. Die enthaltenen Schleimstoffe nehmen den Reiz und wirken entzündungshemmend. In Kombination mit Spitzwegerichblättern oder Königskerzenblüten ergeben Huflattichblüten eine ausgezeichnete und heilkräftige Teemischung. Am intensivsten ist ein Tee aus frischen Pflanzenteilen.

Für den Tee 1 gehäuften EL mit Huflattichblüten und Spitzwegrichblättern in eine Tasse geben und mit warmen aber nicht kochendem Wasser übergießen. 8 Minuten ziehen lassen und abseihen. Den Tee schluckweise bei trockenem und krampfhaftem Husten trinken. Der Tee kann bei aktuen Beschwerden mehrmals täglich getrunken werden!

Lungenstärkendes Huflattich-Oxymel

Zutaten:

  • 300 g Honig
  • 100 g naturtrüber Apfelessig
  • 1 Handvoll Huflattichblüten und -blätter

Herstellung:

Spitzwegerich in kleine Stücke schneiden und in ein Schraubglas geben. Honig und Essig miteinander vermengen, ebenfalls in das Schraubglas geben und dieses luftdicht verschließen. Den Ansatz eine Woche dunkel ziehen lassen und immer wieder schütteln. Danach das Oxymel abseihen und in eine desinfizierte Flasche füllen.

 

Anwendung:

Zur Immun- und Lungenstärkung 2 EL Oxymel mit einem Glas Wasser verdünnen und ½ Stunde vor dem Frühstück trinken. Diese Kur für zwei Wochen durchführen.

Bei Husten, Erkältungen und Erkrankungen der Atemwege 1 EL bei Bedarf unverdünnt einnehmen. Für Kinder die Menge halbieren.

 

Haltbarkeit: 1 Jahr bei kühler und dunkler Lagerung